Warum wir für unsere Zutaten mehr bezahlen – und warum es sich lohnt
Ich könnte dir jetzt eine schöne Geschichte über Qualität erzählen. Über Bio-Siegel, faire Preise und nachhaltige Landwirtschaft. Aber das wäre nur die halbe Wahrheit.
Die ganze Wahrheit ist: Wir zahlen für unsere Zutaten oft das Doppelte (manchmal sogar das Dreifache) von dem, was „normal“ wäre. Und das, obwohl wir ein winziges Unternehmen sind. Obwohl wir keine Investoren haben. Obwohl wir jeden Cent umdrehen müssen.
Aber hier ist die Sache: Wir wollen nicht sparen. Wir wollen schlafen können.
Die Lüge vom „guten Gewissen“
Ich hasse es, wenn Unternehmen so tun, als wäre Nachhaltigkeit eine Selbstverständlichkeit. Als ob man einfach ein Bio-Siegel aufklebt und zack – schon ist alles gut.
So funktioniert das nicht.
Denn ein Siegel sagt dir nur, was nicht drin ist. Aber nicht, was drin ist:
- Keine Pestizide? Gut. Aber wurde der Bauer fair bezahlt?
- Bio aus kontrolliertem Anbau? Super. Aber kennt der Händler die Menschen, die das Produkt herstellen?
- Regional? Toll. Aber wird der Boden noch so behandelt, dass auch die nächste Generation noch etwas davon hat?
Wir wollen mehr wissen als das.
Deshalb fahren wir hin wenn wir das können. Und je regionaler es ist, desto besser können wir das. Wir reden mit den Leuten. Wir schauen uns an, wie sie arbeiten. Und wir merken schnell: Wenn jemand sein Handwerk liebt, dann schmeckt man das. Nicht nur im Produkt – sondern in der ganzen Art, wie es gemacht wird.
Unsere Lieferanten: Menschen, die wir kennen (und die uns kennen)
Chiemgaukorn – Wo Buchweizen noch eine Leidenschaft ist
Ich kenne die Chefs von Chiemgaukorn nicht persönlich aber ich kenne Landwirte und Biobauern, die sie kennen. Und die sagen alle dasselbe: Das ist eine Firma, die es ernst meint.
Die Familie baut nicht einfach nur Getreide an. Sie rettet alte Sorten, die sonst verschwinden würden. Sie mahlen in kleinen Chargen, frisch und mit einer Sorgfalt, die man heute kaum noch findet.
- Keine Massenware. Sondern ein Produkt, das mit Namen und Gesicht verbunden ist.
- Kein „Hauptsache billig“. Sondern: „Hauptsache, es ist richtig.“
- Keine anonymen Säcke. Sondern eine Beziehung – zwischen uns, dem Bauern und dem, was am Ende in deinem Keks landet.
Ja, es ist teurer. Aber es ist auch ehrlicher.
Ölmühle Garting – Wo Öl noch mit Geduld gemacht wird
Die Ölmühle Garting kenne ich persönlich. Das sind ehrliche, gute Menschen mit dem Herz am rechten Fleck.
Die Mühle ist kein kleiner Bauernhof, aber auch kein Industriebetrieb. Sie ist irgendwo dazwischen: Ein Familienunternehmen, das noch weiß, wie man Qualität macht – ohne Kompromisse.
- Sie kennen ihre Bauern. Nicht nur die Namen – sie fahren hin, sie reden mit ihnen.
- Sie pressen nicht einfach nur Öl. Sie pflegen die Saaten, lagern sie richtig, pressen sie schonend und füllen sie frisch ab.
- Sie machen keine halben Sachen. Wenn etwas nicht perfekt ist, wird es nicht verkauft.
Und das schmeckt man.
Leinmehl, Schwarzkümmelmehl, Traubenkernöl beziehen wir von hier. Und wenn wir eine Frage haben, wer was haben könnte, helfen sie uns gerne weiter. Hier stimmt nicht nur das Produkt. Hier stimmt die Haltung: miteinander zu einem Mehrwert für alle.
Warum wir nicht billiger werden (und warum das okay ist)
Ich könnte jetzt sagen: „Qualität hat ihren Preis.“ Das wäre korrekt. Aber es wäre auch langweilig.
Die Wahrheit ist: Wir könnten günstiger sein. Aber dann wären wir nicht mehr wir.
- Wir könnten Buchweizenmehl aus China kaufen. (Ist bio, kostet die Hälfte.)
- Wir könnten Öl aus Massenproduktion nehmen. (Ist auch bio aber viel billiger.)
- Wir könnten auf Zertifikate verzichten und einfach behaupten, was wir wollen.
Aber das wäre nicht ehrlich.
Denn am Ende geht es nicht nur um Zutaten. Es geht um Vertrauen und am meisten um Wirkung.
- Vertrauen, dass der Bauer, der unser Getreide anbaut, fair bezahlt wird “und a Freid dro hod” wie man hier so schön sagt.
- Vertrauen, dass das Öl nicht in einer riesigen Fabrik hergestellt wird, sondern mit Sorgfalt.
- Vertrauen, dass jeder Schritt in der Kette mit Respekt passiert – vor dem Produkt, vor den Menschen, vor der Natur.
- Dann entfaltet sich eine Wirkung die (in unseren Augen) mehr ist als die puren Inhaltsstoffe.
Und diese Wirkung ist unbezahlbar.
Wer macht hier eigentlich ViriaCell? (Spoiler: Es sind nicht „wir“)
Ich lese oft Sätze wie: „Bei uns arbeitet ein tolles Team…“ oder „Unsere Mitarbeiter geben jeden Tag ihr Bestes…“
Das können wir nur bedingt schreiben.
Denn „wir“ – das sind nicht viele. Es ist die kleine Goetzke-Familie die hier alles wuppt. Gemeinsam mit den Bäckern aus Regensburg (Max Geiger) und die Bäckerei “Der Dorfbäcker” aus Rohrdorf (Wolfgang Sattelberger). Recht viel mehr gibt’s nicht.
Es ist klein. Es ist familiär. Und es ist ehrlich.
Und das merkt man – nicht nur in den Zutaten, sondern in allem, was wir tun. Wir lieben diese erweiterte Familie.
Die unsichtbare Zutat in jedem ViriaCell-Produkt
Es gibt etwas, das auf keiner Zutatenliste steht. Etwas, das man nicht messen, nicht zertifizieren und nicht in eine Schachtel packen kann.
Es ist die Achtsamkeit, die entsteht, wenn jeder in der Kette weiß: „Das hier ist nicht nur ein Job. Das hier hat einen Sinn.“
- Der Landwirt, der weiß, dass aus seinem Korn Kekse werden, die Menschen in schweren Zeiten stärken.
- Die Müllerin, die ihr Mehl nicht einfach nur in Säcke füllt, sondern Teil von etwas Größerem ist.
- Die Bäcker, die ihre Arbeit gern machen und denen die außergewöhnliche Zusammenstellung Spaß macht.
- Meine Frau und ich, die jeden Tag spüren: Was wir tun, macht einen Unterschied.
Diese Achtsamkeit überträgt sich. Von Hand zu Hand. Von Zutat zu Zutat. Bis sie schließlich bei dirankommt.
Was das für dich bedeutet
Wenn du einen ViriaCell-Keks in der Hand hältst, hältst du kein Massenprodukt. Du hältst kein billiges Convenience-Food. Du hältst kein Produkt, das irgendwo auf der Welt zusammengemischt wurde, ohne dass jemand wirklich hinschaut.
Sondern du hältst das Ergebnis von bewussten Entscheidungen:
✔ Für Qualität statt Kostenersparnis.
✔ Für Nähe statt Anonymität.
✔ Für Menschen statt Maschinen.
✔ Für Transparenz statt leerer Versprechungen.
Ist es perfekt? Nein.
Könnten wir noch besser sein? Immer.
Aber wir geben unser Bestes. Jeden Tag.
Zum Schluss: Eine Einladung
Ich lade dich ein: Probier es aus.
Nicht, weil ich dir etwas verkaufen will. Sondern weil ich möchte, dass du den Unterschied spürst – zwischen einem Produkt, das einfach nur „da“ ist, und einem, das mit Sorgfalt gemacht wurde.
Und wenn du dann das nächste Mal in einen unserer Kekse beißt, denk daran:
Da steckt nicht nur Mehl, Öl und ein paar Gewürze drin. Da steckt eine Haltung drin.
Eine Haltung, die sagt:
„Was in deinen Körper kommt, sollte mit Respekt gewählt sein.
P.S.: Falls du mehr über unsere Zutaten oder Lieferanten wissen willst – frag einfach! Ich erzähle dir gerne mehr.



